Weisheit Nr. 6: Klopf dir den Takt mit dem Fuß.

Weisheit Nr. 6: Klopf dir den Takt mit dem Fuß.
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STANGENWARE oder SPEZIALANFERTIGUNG? Bitte beides vom Experten.

Immer geht’s um die Kosten. Und immer geht’s, wenn es um Kosten geht, auch immer ums Personal.

Ich frage mich immer: Wie soll eine Firma mit billigen Personal hohe Qualität liefern oder umgekehr, mit teurem Personal günstige Preise halten?

Die Antwort ist einfach: Beide Schienen müssen getrennt werden.

Wir haben unsere Spezialisten, teure Experten, die gefordert werden möchten und mit Fließband Arbeit keine rechte Freude haben. Andererseits haben wir junge Nachwuchskräfte und Offshore Personal, das für komplexe Tätigkeiten noch nicht geeignet ist und kleinere überschaubare Aufgaben braucht.

Warum nicht jeden das tun lassen, was am ehesten seiner Qualifikation entspricht? Die Antwort ist einfach: Weil es die meisten nicht können.
Oft ist auf die Frage: „Warum tust du das?“ die Antwort: „Weil ich es kann.“
Und wenn jemand etwas nicht macht, ist es meistens (außer jemand will nicht und wer will nicht sparen): „Weil ich es nicht kann.“

Die meisten können billig von teuer nicht trennen, und einfach nicht von schwierig, weil sie die Abläufe nicht dokumentiert haben und gar nicht wissen, was „einfache“ Tätigkeiten und was die komplexen sind. Weil sie die Prozesse nicht kennen, nicht nach Prozess arbeiten, keine transparenten Prozesskosten haben.

Ich habe oft genug erlebt, wie sich Teamleiter und Mitarbeiter sträuben, auch nur den geringsten Teil ihrer Tätigkeit als „einfach“, „simple“, „schnell erlernbar“ zu deklarieren. Alles ist immer ganz schwierig und fürchterlich schwer zu erklären.

Da ist Geschick gefordert.

Finden Sie aus jedem Arbeitsablauf jene Tätigkeit heraus, die wiederholt stattfinden, die immer nach gleichem Ablauf erfolgen. Bestenfalls auch Tätigkeiten, die nicht unverzüglich abgearbeitet werden müssen. Lassen Sie sich alles erklären, hinterfragen Sie und schreiben Sie mit.

Stellen Sie folgende Fragen:

  • Womit würden wir beginnen, wenn wir einen neuen Kollegen einschulen müssten?
  • Welche Tätigkeiten könnte ich dir abnehmen, wenn ich dich entlasten wollte?
  • Wenn ein Praktikant genau für 4 Wochen bei uns ist, welche Aufgabe könnte er erlernen um sie innerhalb dieser 4 Wochen erledigen zu können?
  • Hinterfragen Sie bei jedem Handgriff: Wie lange würde es dauern, bis das jemand erlernen könnte?

Dann lassen Sie diese Tätigkeiten dokumentieren. Schritt für Schritt, alles der Reihe nach.

  • Welche Tools braucht man dafür, welche Berechtigungen, welches Material?
  • Wer muss aller mithelfen?
  • Was benötigen wir dafür von jemandem anderen?
  • Was muss am Ende der Tätigkeit als Ergebnis in welcher Qualität vorliegen
  • An wen wird dieses Ergebnis in welcher Form übergeben?

Dann können Sie weniger erfahrene Mitarbeiter darauf einschulen. So ziehen sie Schritt für Schritt die einfachen Tätigkeiten von ihren Experten ab, geben ihnen mehr Zeit für komplexe Themen, Projekt und Design Aufgaben, das hebt die Motivation, jeder macht das, was seinem Ausbildungs- und Erfahrungslevel entspricht. Die Produkte werden in der gleichen Qualität deutlich günstiger und wirtschaftlicher, die Gesamtkosten sinken, die Geschwindigkeit steigt. Das freut die Kunden und den Service Provider.

noten

Meine ITSM Weisheit Nummer 6:

„Wenn du mit anderen zusammenspielen willst, klopf dir den Takt mit dem Fuß.“ Zitat von: Childoftool auf http://www.Musiker-board.de

In einem Orchester beherrscht auch nicht jeder Musiker jedes Instrument. Jeder hat seine Passage und jedes Instrument ist unterschiedlich schwierig zu erlernen. Die Symphonie mit dem Paukenschlag ist nicht das komplexeste Werk der Musikgeschichte. Doch es brauchte einen Top-Komponisten um sie zu „designen“, es benötigt gute und erfahrene Musiker um sie zu spielen.

Am Ende ist es das Instrument Pauke, das den großen Auftritt hat und die „Surprise“ bringt und mit dem Paukenwirbel das Finale dieses Hörerlebnisses einleitet. Geben Sie der Pauke eine Chance.

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