DevOps Teil 5: Der Betrieb als Flaschenhals

Bewerten Sie diesen Beitrag!

DevOps hat die Ideen der agilen Bewegung um zwischenmenschliche Komponenten ergänzt.

Im Laufe der Zeit haben wir uns an das Blame Game gewöhnt. Seit die Softwareentwicklung jedoch verstärkt agile Methoden einsetzt, eskaliert die Situation. Methoden wie Scrum setzen auf laufende Interaktion zwischen Auftraggebern und Entwicklern sowie kurze Releasezyklen, in der Regel setzt sich die damit einhergehende Philosophie aber nicht in den Betrieb fort. Im Endeffekt werden die Vorteile agiler Methoden also ausgebremst, wenn man dabei die letzte Meile, konkret Deployment und Betrieb, außer Acht lässt. Softwarereleases werden dann zwar in kurzen Iterationen erstellt, der geschaffene Mehrwert wird aber erst viel später auf der Produktivumgebung sichtbar.

Die immer kürzer werdenden Releasezyklen offenbaren den Betrieb zunehmend als Flaschenhals auf dem Weg der Software zum Endnutzer. Auch erhöhen häufig stattfindende Releases das Potenzial für das direkte Aufeinandertreffen und damit auch das Blame Game zwischen Softwareentwicklung und Betrieb. Eine Bewegung formiert sich In den letzten Jahren entschied sich eine Reihe von Leuten unabhängig voneinander dafür, etwas gegen den Konflikt zwischen Entwicklung und Betrieb zu unternehmen. Sie sammelten Erfahrung, trafen sich und tauschten sich aus, und wurden schließlich zu dem, was man heute als DevOps-Bewegung bezeichnet. Es verwundert nicht, dass es sich dabei fast ausschließlich um Beschäftigte im IT-Betrieb (und nicht etwa um Entwickler) handelte. Die oft negative Wahrnehmung führte zu einem Wunsch nach Veränderung, vor allem zu dem Wunsch nach einem neuen Selbstbewusstsein, weg davon als langsam zu gelten und weg von Parolen wie „Ein guter Tag ist, wenn heute keine Katastrophe passiert“.

Die Parallelen zu den Anfängen der agilen Bewegung sind offensichtlich. Tatsächlich gab es schon vor der DevOps-Bewegung Bestrebungen wie Agile Operations oder Agile System Administration, um auch im IT-Betrieb verstärkt agile Methoden einzusetzen. Der Schlüssel für den Erfolg der DevOps-Bewegung war nun, dass sie die Softwareentwicklung mit ins Boot geholt und dadurch die Anzahl der potenziell Interessierten stark vergrößert hat. DevOps hat die Ideen von Agile Operations und Co. aufgegriffen, diese aber um zwischenmenschliche Komponenten ergänzt. In den letzten zwei Jahren wurden verschiedene Ziele von DevOps formuliert. Sie lassen sich in drei Bereiche einteilen: Zusammenarbeit, Automatisierung und Prozesse.

Dies ist ein Teil des Artikels „Die DevOps-Bewegung – Was ist das eigentlich und was bedeutet es für uns?“ von Dr. Patrick Peschlow.

Die Einleitung zum Artikel finden Sie hier. Das vorige Kapitel erreichen Sie hier, und hier geht es weiter zum nächsten Kapitel.

Stichworte:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close