Der wahre Wert von Big Data oder „Größe ist irrelevant“

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Anstatt uns darauf zu beschränken über die Sinnhaftigkeit des Begriffs Big Data zu diskutieren, wollen wir lieber die Konzepte hinter Big Data und deren potentiellen Nutzen für Service Management beleuchten.

Ohne Zweifel gibt es eine riesige Menge an Daten; gemäß einer Studie hat die Welt im Jahre 2012 über 2,8 Billionen Gigabyte konsumiert. Das Gesamtvolumen ist nicht das Entscheidende. Vielleicht bemühen wir ein altes Cliché (aus einem anderen Kontext) „die Größe allein macht es nicht aus.“

Relevant ist nicht sich durch die alleinige Datenmenge verwirren zu lassen sondern vielmehr besser zu verstehen wie man Daten analysieren und daraus Erkenntnisse, Innovationen und einen Nutzen für das eigene Geschäft realisieren kann. Konventionelle Analytik und Big Data Analytik sind nicht einfach zu trennen. Was ist genau das besondere an Big Data, und inwieweit hängt dies mit klassischem Daten Management und Daten-Analyse zusammen? Wenn wir beispielsweise strukturierte Daten vorliegen hätten, dann würden wir in der Regel konventionelle Formen der Datenanalyse verwenden. Bei unstrukturierten Daten würden wir eher heuristische Verfahren heranziehen um Trends zu identifizieren.

Um für eine Analyse einen Datensatz aus strukturierten Daten zu bekommen ist vergleichsweise einfacher als einen Datenabzug aus einer „Big Data“-Datenbank zu selektieren und zu analysieren. Neue Datenbanken mit kanonischen Datenmodellen beinhalten meistens strukturierte und unstrukturierte Daten bzw. Informationen nebeneinander. Diese können nicht einfach mittels klassischer SQL oder anderen herkömmlichen Datenabfragemethoden selektiert werden. Personen, die die Fähigkeiten haben solche Daten zu verarbeiten und analysieren werden in den nächsten Jahren gefragt sein.

Wobei die Idee bestimmte Daten zu analysieren um herauszufinden was in einer Organisation gerade passiert natürlich schon sehr lange existiert. Eine Daten-Analyse Gruppe wurde beispielsweise bei UPS bereits im Jahre 1954 gegründet.

Eine aktuelle Studie aus dem Harvard Business Magazin besagt, dass gerade mal 0,5 Prozent der 2,8 Billionen Gigabyte auf die eine oder andere Weise wirklich analysiert werden. Die größte Hürde für die Analyse ist, dass man Big Data zuerst in eine Struktur bringen muss; nicht alles wird wirklich nützlich sein – in der Studie schätzt man, dass ca. 25 Prozent der Daten tatsächlich einen Nutzen bringen könnten.

Daher ist es für mich wichtig zu hinterfragen welche neue Techniken und technischen Architekturen in einem Unternehmen angewendet werden können um Big Data sinnvoll einsetzen zu können. Wir dürfen dabei niemals das Ziel, zum Beispiel Entscheidungsprozesse effizienter gestalten zu können, aus dem Auge verlieren.

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